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So überwintern Heinz Ludwig & Marianne
aus Rülzheim (Pfalz) ihr Ensete ventricosum Maurellii.
Die Ensete ventricosum Maurellii von Heinz
Ludwig und Marianne wurde bisher immer im Kübel gehalten und hat sich prächtig
entwickelt. Das rechte Foto zeigt die ersten Vorbereitungen zur Überwinterung.
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15.10.2009: Sie wird in
Schräglage im Sommerhaus überwintert. Die Thermostate sind auf 10° bis 12° C
eingestellt. Wenn die Sonne auf das Glasdach des Wintergartens scheint, wird es
auch wärmer. Die beiden Fenster zum Wintergarten bleiben über den Winter
geöffnet.
Am Kübel wurde eine Gießöffnung ausgesägt.
01.11.2009: Dies ist der Blick
vom Wintergarten aus. Der Speer ist seit der Einlagerung 35 cm gewachsen.
28.02.2010: Die Maurellii hat an
der Stammunterseite eine Knickstellung bekommen und steht nun schräg im Kübel. Heinz
Ludwig hat mit Hilfe von 4 Mann die Maurellii so gelegt, dass die
Stammunterseite aufliegt. Der Kübel hat keinen Bodenkontakt mehr und hängt im
Freien. Durch das Gewicht des Kübels hofft nun Heinz Ludwig, dass sich die
Fehlstellung wieder korrigiert.
Das Gießloch hat Heinz Ludwig erheblich
vergrößert.
Sie treibt schon kräftig in den Wintergarten
hinein.
20.03.2010: Heinz Ludwig hat sich
entschlossen, die Maurellii nicht mehr weiter zu kultivieren. Sie muss jetzt
wieder in einen größeren Kübel gepflanzt werden, was ein sehr großer Aufwand
ist. Heinz Ludwig hat mir daraufhin seine Maurellii geschenkt, die ich bei ihm
mit großer Freude abholte.
Als wir sie
aus dem Winterlager ins Freie brachten, wurde erst sichtbar, dass sie sich viel
stärker verbogen hatte als zunächst angenommen. Auch diese Überwinterung von
Heinz Ludwig zeigt, dass Enseten nicht in Schräglage überwintert werden sollen.
Jetzt bleibt zu hoffen, dass sich der Speer nicht verklemmt, was fatale Folgen
haben würde.
Heinz Ludwig nimmt schweren Herzens Abschied
von seiner Maurellii. Aus den Augen wird er sie aber nicht verlieren. Die
Blätter wurden aus Transportgründen abgeschnitten.

Mit der Fähre ging es auf die andere Rheinseite.
Das rechte Ufer ist die Pfalz, das linke Baden-Württemberg.

Eine nicht alltägliche Ladung.

02.04.2010: Da sie sich nicht von
selbst zum Licht ausrichtet und sich begradigt, versuche ich sie mit einem
Spanngurt gerade zu ziehen. Sie bleibt noch mindestens 4 Wochen in der Garage
stehen. Die Schrägstellung des Kübels ist nicht tragisch. Dies werde ich beim
Umtopfen in einen größeren Kübel ausgleichen.
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06.05.2010: Den Spanngurt hatte ich
einige Male nachgespannt. Der Stamm ist abgesehen von der Schrägstellung im
Kübel wieder einigermaßen gerade geworden.

Auch wenn sie noch so munter treibt, sie muss
noch ein paar Tage in der Garage bleiben.

15.05.2010: Jetzt kommt sie ins
Freie. Diese Maurellii möchte ich weiterhin im Kübel kultivieren. Sie muss
umgetopft und der Wurzelballen im neuen Kübel ausgerichtet werden, damit sie
einigermaßen gerade steht.

Dazu habe
ich sie auf den Boden gelegt. Der alte Kübel ließ sich leicht abziehen. Durch
die Schrägstellung des Wurzelballens konnte ich den größeren Kübel
(Innendurchmesser 70cm) problemlos über den Wurzelballen bis zur Einpflanztiefe
ziehen. Der freie Raum unterhalb des Wurzelballens ließ sich gut mit Erde
auffüllen, die ich etwas andrückte.

Das
Aufrichten war ein Kraftakt. Zum Ausrichten des Wurzelballens habe ich die
Sackkarre unten am Kübel mit einem Spanngurt befestigt. Mit dem oberen
Spanngurt habe ich die Maurellii in die senkrechte gezogen. Nun konnte ich den
Kübel mit Erde auffüllen. Damit die Maurellii in der Lage blieb, musste die
Erde um den Wurzelballen fest angedrückt werden.

Hier steht sie an ihrem endgültigen Standort.
Die unansehnlichen Blattteile habe ich abgeschnitten.
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20.06.2010: So langsam entwickelt
sie sich zu einem Prachtstück.

10.07.2010: Bei diesen
Temperaturen, die im Augenblick herrschen, kann man ihr beim Wachsen fast
zusehen.
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Ihr
Wasserbedarf liegt zurzeit bei täglich 20 Litern. Gedüngt wird sie wöchentlich
mit einem handelsüblichen Flüssigdünger. |
Was für ein Speer! |
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13.07.2010: Jetzt wurde es
höchste Zeit, die Standfestigkeit des Kübels zu erhöhen. Es wurden 3 Eisenrohre
einen Meter tief in das Erdreich getrieben und mit einem Draht verspannt.

28.07.2010: Da sie durch die
Schrägstellung des Wurzelballens nicht mittig eingepflanzt werden konnte,
drückt sie nun auf den Topfrand. Der nächst größere Kübel geht nicht durch die
Türe des Überwinterungsquartiers, deshalb habe ich den Topfrand an der
Druckstelle abgeschnitten.
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13.08.2010: Sie ist im Garten nicht
mehr zu übersehen.
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29.09.2010: Ludwig
kam über den Rhein, um seine Ex-Maurellii zu begutachten. Bei Ludwig wurde sie
letztes Jahr 1,5 Meter höher. Ich führe dies auf die starke Verbiegung, bedingt
durch die schräge Überwinterung, sowie den wetterbedingten sehr schlechten
Wachstumsstart zurück. Ich hoffe, dass sie nächstes Jahr wieder Ludwigs Marke
erreicht.
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01.11.2010: Nach der ersten Frostnacht ist die Zeit der Einlagerung längst überfällig.
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05.05.2011: Da sie aus dem Zentrum des Kübels gewachsen ist, habe ich mich dazu entschlossen sie auszupflanzen. Dies ist ihre erste Auspflanzung!
Fortsetzung folgt!