Teil 1

Dokumentation "Ensete ventricosum Maurellii"

von 2006 bis 2008

Scrollseite mit 46 Bildern!

 

Die Maurellii habe ich im Frühjahr 2006 erhalten und ausgepflanzt.

 

Am 08.09.2006 habe ich sie eingetopft und in die Sonne gestellt. Das Wurzelwerk habe ich gesichert, indem ich den Stamm abstützte.

 

20.10.2006:  Der von der Sonne erwärmte Topf hat im Spätjahr nochmals für gutes Wachstum gesorgt. Ab diesem Zeitpunkt sollte die Erde nicht mehr zu feucht gehalten werden. Es ist anzustreben, die Staude mit relativ trockener Erde ins Winterquartier zu bringen.

 

10.11.2006: Die erste Überwinterung. Die Blätter wurden bis auf das letzte Blatt zu zwei Drittel eingekürzt. Die Temperatur war zirka 10°C, das Licht sehr schwach und ohne Zusatzbeleuchtung.

 

06.04.2007: Sie sieht etwas mitgenommen aus, muss aber weiterhin trocken gehalten werden.

 

12.05.2007: Die Leidenszeit ist zu Ende. Das Wachstum kann beginnen.

 

07.06.2007: Sie hat schon zugelegt. Neben den Basjoos wirkt sie ziemlich klein.

 

05.08.2007: Die Blattstiele sind schon kräftig geworden.

 

Der Stammumfang, gemessen 10cm über der Erdoberfläche, kann sich sehen lassen.

 

12.08.2007: Die Basjoos hat sie bis zur Hälfte eingeholt. Gedüngt wurde sie im 14tägigen Zyklus mit aufgelöstem Blaukorn auf den zuvor gut befeuchteten Boden. Die Düngelösung bestand aus 10 Litern Wasser und eine handvoll Blaukorn.

 

19.08.2007: Hier wird die Größe deutlich.

 

28.10.2007: Der Stammumfang, gemessen 10cm über der Erdoberfläche, war im Frühjahr 46cm. Er ist auf 126cm angewachsen. Die Staude hat bis zur Blattspitze 4 Meter überschritten.

 

10.11.2007: Jetzt geht's ins Winterquartier. Die Blätter wurden alle bis auf kurze Stummel abgeschnitten. Auch der Speer.

 

Auf die Wurzeln habe ich keine Rücksicht genommen. Zirka 10cm neben dem Stamm habe ich die Wurzeln eine Spatenblattlänge tief abgestochen.

 

Die Staude ist immer noch sehr schwer. Sie kommt in den Keller bei zirka 10°C und fast ohne Licht. Der Kellerraum hat nur ein sehr kleines Fenster.

 

02.12.2007: Hier steht sie in einem großen Kübel bei absoluter Trockenheit. Ich habe sie über den Winter kein einziges Mal gegossen. Die Wurzeln sind eingetrocknet.

 

Das Wachstum hat sie über den Winter nie ganz eingestellt. Sie musste alle 2 bis 3 Wochen eingekürzt werden.

 

18.04.2008: Da sich das Wachstum verstärkt hatte, habe ich mich entschlossen, sie relativ früh wieder auszupflanzen.

 

Von brauchbaren Wurzeln ist nicht viel zu sehen.

 

Die Bodenvorbereitung erfolgte schon im Spätjahr.

 

Nach Monaten bekommt sie nun endlich wieder Wasser und Sonne.

 

Als Anwachshilfe und Schutz vor eventuellen Nachtfrösten habe ich ein Foliengewächshaus darüber gestellt.

 

04.05.2008: Als der Speer das Dach erreicht hatte, habe ich das Folienhaus entfernt und den Boden zwecks Aufwärmung mit Folie abgedeckt.

 

18.05.2008: Die Maurellii musste schon sehr viele und lange Wurzeln gebildet haben, da sie sich nicht mehr bewegen ließ.

 

31.05.2008: Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die Maurellii von allen Stauden den größten Zuwachs erreicht.

 

29.08.2008: Was für eine Blüte!

 

18.09.2008:  Oh Mann, ist die dick Mann!

 

Hier sieht man deutlich den Querschnitt eines Blattstieles.

 

08.11.2008:  Obwohl die unteren Blätter gelb wurden und ich sie entfernte, wächst sie munter weiter. Wir hatten noch keinen Nachtfrost.

 

Das Maßband reicht nicht mehr aus. Der Stammumfang hat 1,5 Meter überschritten.

 

15.11.2008: Da wir die erste Frostnacht hatten, habe ich mich entschlossen, sie auszugraben und in den Keller zu legen. Das letzte Foto im eingepflanzten Zustand. Die Cannas sind schon im Winterquartier.

 

Als Ausgrabhilfe habe ich eine Schubkarre mit Spannbändern am Scheinstamm befestigt. Die unteren Blätter habe ich schon mal abgeschnitten.

 

Die Erde wurde eine Spatenblattlänge ausgehoben.

 

Der Wurzelballen wurde im Winkel von etwa 45° abgestochen.

 

Mit der Schubkarre konnte ich sie aus dem Loch herausziehen. Das Aufrichten der Schubkarre schaffte ich nicht. Sie war so schwer, dass sich die Haltebügel verbogen haben.

 

Mit sehr viel Mühe konnte ich sie auf eine Sackkarre bringen.

 

Vor dem Kellereingang.

 

Dies blieb von den Wurzeln noch übrig.

 

Diese 3 Stufen mussten noch gemeistert werden.

 

Das Ziel ist erreicht. Nach wenigen Minuten bildeten sich unter der Staude kleine Pfützen. Der gigantische Wasserspeicher ließ Wasser aus den Blattachseln und den Schnittstellen der Blattstiele tropfen. Diesen Winter muss sie in Schräglage überwintern, da sie für den Kellerraum zu groß geworden ist. Sie bleibt auf der Sackkarre liegen und überwintert fast dunkel bei zirka 10° C.

 

Nach dieser harten Arbeit hat man ein Bier mehr als verdient.

 

23.12.2008: So wie im letzten Winter, wächst sie auch diesmal langsam weiter. Da sie an der Wand anstand, habe ich sie um 30cm gekürzt.

Hier geht es zum Teil 2, ab 2009