Überwinterung 2011 /2012

 

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08.10.2011: Meine ersten Überwinterungsaktivitäten. Eine Strelitzie, drei Maurellii's und eine türkische Bananenstaude, die ich alle mit den Töpfen im Freien eingegraben hatte, habe ich ins Gewächshaus gestellt. Somit verlängere ich ihre Vegetationszeit. Die Strelitzie beginnt zu blühen.

 

Da zurzeit die Nachttemperaturen auf 7° C zurückgehen, müssen die nicht kälteresistenten Sorten wie Dwarfs ins warme Überwinterungsquartier gebracht werden.

 

 

14.10.2011: Die blühende Musella lasiocarpa habe ich ins Gewächshaus gestellt.

 

15.10.2011: Die ersten Ausgrabungen. Als erste Staude habe ich die blühende "Musa x paradisiaca" ausgegraben. Sie wird mit dem kompletten Fruchtstand bei 10° bis 15°C überwintert.

 

 

Trotz der Früchte wird sie trocken und ohne Zusatzbeleuchtung überwintert.

 

Die ausgegrabenen türkischen Obstbananen.

 

Sie werden in eine Box gestellt und kommen in den gleichen Überwinterungsraum wie die "Musa x paradisiaca".

 

 

 

Mit den anderen Sorten von Obstbananen habe ich genauso verfahren. Die Blätter werden größtenteils abgeschnitten, sobald die Erde abgetrocknet ist.

 

Noch habe ich ausgepflanzt: Musa basjoo, Musa Sikkimensis, Musella lasiocarpa, Ensete ventricosum, Ensete ventricosum Maurellii.

Dies sind die kälteresistentesten Bananenstauden. Auch wenn durch einen überraschenden Nachtfrost die Blätter erfrieren, sind die Stauden nicht ernsthaft geschädigt.

Laut der 16 Tage Wettervorhersage soll es im Raum Karlsruhe keinen Nachtfrost geben. Deshalb habe ich für das Ausgraben der robusten Sorten noch keinen Termin gesetzt.

 

18.10.2011: Da Regen angesagt ist und der Wurzelballen nicht noch feuchter wird, habe ich die "Maurellii" im Kübel in ihr Winterquartier gebracht

 

 

Hier überwintert sie bei 10° bis 15°C.  Die unteren Blätter habe ich abgeschnitten. Die restlichen schneide ich ab, wenn sie sich gelb verfärben. Waschmaschine und Trockner sind noch bedienbar. Ohne das sehr große Verständnis meiner Frau könnte ich mein Hobby in diesem Stil nicht ausüben.

 

 

Dies muss noch alles ausgegraben und ins Winterquartier gebracht werden!

 

22.10.2011: Heute hatten wir den ersten Nachtfrost von -0,5°C. Die 16 tägige Wettervorhersage vom 15.10.2011 war nicht verlässlich. Deshalb war für heute Schwerstarbeit angesagt. Ich habe alle Enseten ausgegraben und ins Winterquartier gebracht. Angefangen habe ich mit der Ensete ventricosum.

 

Die Blätter wurden sehr stark eingekürzt.

 

Jetzt kam der Spaten zum Einsatz.

 

Der Wurzelballen wurde auf eine Spatentiefe abgestochen.

 

Die vierrädrige Sackkarre (Eigenbau) wurde unter den Wurzelballen geschoben.

 

Mit einem Spanngurt wurde die Staude an die Sackkarre gezogen.

 

Die Fahrt ins Winterquartier kann beginnen.

 

Überwintert wird sie mit sehr wenigen Wurzeln.

 

 

In diesem Kellerraum werden sie bei zika 10°C und dunkel überwintert. Die Maurellii's habe ich auf die gleiche Weise ausgegraben und ins Winterquartier gebracht.

 

Zum Schluß kamen noch die Jungpflanzen dazu. Diese müssen über Winter ganz leicht gegossen werden, sobald sich die Erde vom Topfrand gelöst hat. Die großen Stauden werden über den gesamten Winter nicht gegossen.

 

29.10.2011: Ich habe mich dazu entschlossen, den Basjoo-Pulk im Freiland zu überwintern. Die Rhizome sind jetzt das zweite Jahr ausgepflanzt und die Stämme sind einjährig.

 

Den Boden habe ich zirka 10cm hoch mit Kompost abgedeckt. Der Kompost dient als Frostbremse, um die Rhizome zu schützen, falls Frost in die Umbauung eindringen sollte.

 

 

Zur Umbauung verwende ich ein Foliengewächshaus.

 

Die Blätter der Enseten dienen als Schutz der kleinen Ableger. Dieser Schutz würde genügen, um die Rhizome durch den Winter zu bringen. Da ich dieses Jahr auch die Scheinstämme über den Winter bringen möchte, wird der Aufwand größer.

 

Die Blätter der drei großen Stämme habe ich abgeschnitten und die Scheinstämme eingekürzt.

 

Das Gestell wurde mit Noppenfolie überzogen.

 

Zum Schluss kam noch die original Außenhaut darüber. Den vorderen Ableger werde ich noch ausgraben und im Keller überwintern. Über ein Funkthermometer wird die Temperatur überwacht. Da es zurzeit recht mild ist, bleibt die Umbauung noch geöffnet. Bei sehr starkem Frost kommt über das Folienhaus noch eine zusätzliche Plane.

 

Noch ist ausgepflanzt:

Musa Basjoo

Musa Sikkimensis.

 

Diesen recht großen Pulk von Musella lasiocarpas werde ich im Freiland überwintern.

 

12.11.2011: Die Basjoos im Foliengewächshaus mussten schon das zweite Mal zurückgeschnitten werden.

 

 

Diese Basjoo wird auch im Freiland überwintert. Mit dem letzten Rasenschnitt wurde sie gemulcht. Die Blätter wurden eingekürzt.

 

Der Überwinterungsschutz besteht aus Kanthölzern, Maschendraht und ein Plexiglasdach. Die Umbauung wurde komplett mit Laub gefüllt. Ich habe kein Heizkabel eingebaut. Bei starkem Frost werde ich noch Luftpolsterfolie anbringen.

 

Mit diesem Musella lasiocarpa Pulk werde ich ein Experiment durchführen, Siehe auch: "Überwinterungsexperiment von Musella lasiocarpa".

 

Die großen Blätter wurden abgeschnitten und die zwei grössten Scheinstämme gekürzt. Das Ganze wurde mit Laub und Erde abgedeckt.

 

 

Die Musa Sikkimensis habe ich ausgegraben. Sie hat noch einen Platz hinter der Maurellii gefunden, bei der ich die Blätter eingekürzt habe.

 

 

18.11.2011: Die Kälteschutzmaßnahmen der Basjoo-Freilandüberwinterungen wurden fertiggestellt.

 

Die Stämme im Foliengewächshaus wurden mit Jutesäcke und Flies umwickelt. An frostfreien Tagen muss das Foliengewächshaus gut gelüftet werden. Zirka alle 4 Wochen muss das Flies und die Jutesäcke entfernt werden, um die Stämme auf Feuchtigkeit und Schimmelbildung zu begutachten.

 

 

Die komplett mit Laub gefüllte Umbauung wurde mit Flies und Folie umwickelt. Unterhalb der seitlichen langen Dachüberstände ist die Umbauung auf beiden Seiten 10 cm offen. Da die größte Bananenstaude noch zirka 50 cm mit Laub überdeckt ist, befindet sie sich in einer geschützten Lage. Durch die großen Öffnungen ist gewährleistet, dass Kondeswasser entweichen kann.

 

10.12.2011:  Nun wird es Zeit für eine Kontrolle.

Hier sieht es gut aus. Das Laub ist trocken. Da in den nächsten Tagen kein Frost zu erwarten ist lasse ich die Umbauung geöffnet. Von den Stämmen habe ich die Jutesäcke und das Flies entfernt. Sie waren durch Kondensfeuchte nass. Erst wenn wieder Frost zu erwarten ist, werde ich sie umwickeln. Den Boden habe ich noch zusätzlich mit Laub abgedeckt.

 

Bei den Obstbananen habe ich alle welken und unansehnlichen Blätter abgeschnitten. Die Blüte wächst weiter, obwohl die Staude trocken gehalten wird. Seit der Einlagerung wurde sie noch nicht gegossen.

 

Auch die Früchte sehen noch gut aus.

 

25.03.2012: Ende Januar hatte alles noch sehr gut ausgesehen. Dauerfrost und Nachttemperaturen bis zu -15°C im Februar haben die Scheinstämme nicht überlebt. Die Rhizome dürften mit der hohen Mulchfüllung keinen Schaden genommen haben. Ende April werde ich den Mulch entfernen. Das Foliengewächshaus wurde über Winter nicht beheizt!

Die Mulchschicht hat sich über Winter merklich gesetzt.

Die Scheinstämme ließen sich in Folge der Durchfrostung widerstandslos zusammendrücken.

Das Rhizom der Musella lasiocarpa ist geschädigt. Es war nicht ganz so gut geschützt wie das der Basjoo's. Jetzt heißt es abwarten und im Mai auf eine Überraschung hoffen.

 

Die Umbauung der Basjoo mit kompletter Laubfüllung habe ich noch nicht geöffnet.

Alle Bananenstauden, die nicht im Freiland überwintert wurden sehen gesund aus. Sie werden durch eine trockene Haltung noch bis Ende April in ihrer Ruhephase gehalten. Sobald sie ausgepflanzt werden werde ich Bilder einstellen.

 

08.04.2012: Überraschung bei den Basjoo's im Foliengewächshaus. Aus der Mulchschicht schiebt sich der erste Ableger. Dies ist ein vorjähriger Ableger, der den kalten Februar in der schützenden Mulchschicht überlebt hat. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass die Rhizome keine Frostschäden erlitten haben.

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