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Zucht / Vermehrung mit bebilderten Arbeitsschritten ![]()
Vermehrung durch Ableger:
Etwa Mitte Sommer, wenn die Ableger vier bis sechs Blätter haben, kann die Trennung von der Mutterpflanze vorgenommen werden. Man legt die Ableger vorsichtig frei und prüft, ob sie eigenständige Wurzeln haben. Dazu wird die Erde ganz vorsichtig abgetragen, ohne dabei die Wurzeln zu beschädigen. Sind eigene Wurzeln vorhanden, wird mit einem langen Teppichmesser der Ableger ganz dicht an der Mutterknolle (Rhizom) abgetrennt. Beide Wundstellen werden mit Holzasche vollständig bestreut. Der Ableger wird in ungedüngte Saaterde gesetzt. Das Pflanzgefäß sollte nicht zu groß sein. Jetzt ist ein sehr warmer schattiger Platz mit hoher Luftfeuchtigkeit ideal. Die Temperatur der Erde sollte mindestens 20°C betragen. Wer kein Gewächshaus mit hoher Luftfeuchtigkeit zur Verfügung hat, schneidet alle Blätter in der Mitte ab, um die Verdunstungsfläche zu verringern. Ein zusätzliches Besprühen wirkt sich positiv aus. Die Wunde der Mutterpflanze bleibt einige Tage offen. Erst wenn sich die Wunde hart anfühlt, wird sie wieder mit Erde zugedeckt. Das Abtrennen der Ableger sollte vor Mitte August vorgenommen werden, damit die Jungpflanzen sich vor der Überwinterung noch kräftigen können. Im nächsten Frühjahr werden die Jungpflanzen umgetopft. Man verwendet ungedüngte handelsübliche Blumenerde, der man selbst Dünger zumischt. Es genügt ein ganz normaler Dünger, wie er auch für Gemüse verwendet wird. Die neuen Pflanzgefäße, in die die Jungpflanzen umgetopft werden, dürfen nicht wesentlich größer als die alten ausfallen. Der neue Topf sollte einen ca. 4 cm größeren Durchmesser als der vorherige Topf besitzen. Durch diese Maßnahme muss man zwar vier bis sechs Mal im Jahr umtopfen, aber dafür wird das Rhizom von weniger Verdunstungskälte umgeben. Bananenstauden wollen warme Füße.
Hier geht es zu den Bilderdokumentationen:
Entfernen von Ablegern bei Musa-Arten
Entfernen von Ablegern bei Musella lasiocarpa (Lotus Blüte)
Vermehrung
durch Samen:
Sämtliche Wildformen und ein Teil der
Zierbananen kann über Samen vermehrt werden. Die Vermehrung durch Samen geht
bei Obstbananen nicht, da der Samen rausgezüchtet wurde. Wenn im Handel Samen angeboten
wird mit dem Hinweis: "Sie können bald ihre eigenen Bananen
ernten" stimmt das schon. Nur wird nicht darauf hingewiesen, dass sie
nicht zum Verzehr geeignet sind.
Vor der Aussaat werden die harten
Kernschalen mit eine Feile angefeilt, oder mit Schmirgelpapier angeschliffen
und 2 bis 3 Tage in lauwarmes Wasser gegeben. Anschließend werden sie in
Saaterde, Kokosfasern oder Torf gelegt und mit diesem leicht bedeckt. Sie
müssen nun feucht und bei einer Temperatur von 25 - 30 °C in einer beheizten Keimbox
gehalten werden. Man kann sie auch in einer schwimmenden Box in ein
Warmwasseraquarium bringen. Nach dem Keimen werden sie pikiert und müssen warm,
hell und mit einer hohen Luftfeuchtigkeit weiterkultiviert werden. Die
Keimdauer von Bananensamen ist sehr unterschiedlich. Es kann von wenigen Wochen
bis zu mehreren Monaten dauern. Dabei ist der Frischezustand des Samens sehr
wichtig. Je frischer, desto wahrscheinlicher und schneller ist auch die
Keimung.
Auf diesen Fotos wird deutlich, wie unterschiedlich
die Samenkörner von Bananenstauden sind.
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Musa balbisana |
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Ensete glaucum |
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Musella lasiocarpa |
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Musa ornata |
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Musa velutina |
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Ensete ventricosum |
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Dies ist ein wunderschönes Erlebnis,
wenn man die ersten Sprösslinge entdeckt.

Erfolgreiches Gelingen wünscht dir Roland.