So überwintert Michaela aus Zürich ihre Ensete ventricosum

Srollseite mit 40 Bildern!

 

27.09.2008  Auch im Kübel erreichen die Enseten eine gigantische Höhe. Michaela hat ein besonders schönes Exemplar einer Ensete ventricosum.

 

Hier wird deutlich, dass die Enseten mit sehr wenig Erde auskommen.

 

30.10.2008  In der Nacht vom 29.auf den 30.10.2008 fiel überraschend Schnee. Vorsichtshalber hat Michaela den Scheinstamm noch in der Nacht geschützt.

 

7 Helfer wurden benötigt, um die sehr schwere Staude in die Garage zu bringen. Da die Erde sehr feucht war, wurde der Topf entfernt, um die Trocknung zu beschleunigen.

 

In der Garage ist nur eine liegende Lagerung möglich.

 

03.01.2009  Den Winter hat sie bis jetzt sehr gut überstanden. Dass die Blätter eintrockneten ist völlig normal.

 

21.03.2009  Zur Wachstumsanregung hat Michaela 4 Wochen lang mit einer Tagesleuchte ihre Staude täglich 12 Stunden angestrahlt. Sie ist aber nur sehr wenig gewachsen.

 

11.04.2009  Michaela hat sich entschlossen, ihre Ensete aus dem Winterquartier zu holen und ins Freie zu stellen.

 

Sie wurde über den Winter kein einziges Mal gegossen.

 

Durch die liegende Lagerung hat sie sich leider verbogen.

 

Hier ihr endgültiger Standort. Als Schutz vor den ersten Sonnenstrahlen hat Michaela ihre Staude mit einem Vlies umwickelt. Mit Spannseilen wurde sie so gut es ging gerade gezogen.

 

24.05.2009  Die Verbiegung hat sich verwachsen. Die Speere wurden in der Entwicklungsphase gestaucht, da sie durch die Biegung einen zu großen Widerstand hatten. Deshalb wurden die Blätter wellig. Dies verliert sich bei den nächsten Blättern wieder.

 

August 2009: Michaelas Ensete hat sich prächtig entwickelt. Von der Verbiegung ist nichts mehr zu sehen. Sie ist dieses Jahr nicht größer, aber breiter als letztes Jahr geworden.

Michaela will ihre Ensete dieses Jahr wieder liegend überwintern. Sie soll aber in waagerechter Lage und nicht in Schräglage liegen.

Mit der Überwinterung meiner Ensete ventricosum Maurellii in Schräglage, hatte ich bei der letzten Überwinterung sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Sie hatte sich so verbogen, dass der Speer stecken blieb und sich sehr rasch Fäulnis bis zur Basis bildete. Sie war nicht mehr zu retten.

 

16.10.2009: Leichter Nachtfrost hat seine Spuren hinterlassen.

 

24.10.2009: Nun ist es soweit. Michaela hat alle Blätter, bis auf die oberen abgeschnitten. Jetzt wird sie in die Garage gebracht.

 

Fünf Mann und ein Werkstatthubwagen verrichteten den schweren Transport.

 

Zeitungsbündel dienen als Unterlage. Im Kübel befindet sich noch eine etwas handlichere Ensete. Ganz links steht eine Musa Basjoo.

 

Dieses Jahr überwintert Michaela ihre Ensete liegend. Im letzten Winter wurde sie in Schräglage überwintert.

 

Durch die Kübellose Überwinterung trocknet der Wurzelballen besser.

 

05.12.2009: Bei einem Kontrollgang gab es für Michaela eine sehr große Überraschung, die sie sehr traurig stimmte.

 

Ihre Ensete treibt eine Blüte, was zugleich auch ihr Ende bedeutet.

 

09.12.2009: 5 Tage später ist schon ein deutlicher Zuwachs sichtbar. Das sehr helle Grün der sich bildenden Blüte hebt sich deutlich von den älteren Blattresten und Blattstielen ab.

Die Ensete hat ein Alter von sieben Jahren.

 

20.02.2010: Michaela hat die Ensete etwas angehoben, damit die Blüte nicht mehr auf dem Boden aufliegt. Die Blüte hat sich in ihrer feuchten und dunklen Umgebung weiterentwickelt.

 

Da die Staude in der Dunkelheit keine Photosynthese betreiben kann, gibt es keine Chlorophyllbildung und die Blüte bleibt weiß.

 

Leider beginnen an einigen Stellen die kleinen Früchte zu schimmeln.

 

10.04.2010: Michaela bringt ihre Ensete wieder ins Freie.

 

Die Ensete von Michaela hat sich nicht so stark verbogen, wie die von Heinz-Ludwig. Siehe: "So überwintern Heinz-Ludwig und Marianne aus Rülzheim ihre Ensete ventricosum Maurellii". Sehr wahrscheinlich hängt dies mit den Lichtverhältnissen zusammen. Michaela hat im Gegensatz zu Heinz-Ludwig ihre Ensete dunkel überwintert.

Leider wird sie keine Blätter mehr treiben. Der Fruchtstamm wuchs von der Basis aus durch den Scheinstamm und ist endständig. Michaela kann jetzt nur darauf hoffen, dass sie zahlreiche Früchte bildet und deren Samen ausreifen.

Blüte mit Fruchtstand

 

08.06.2010: Die Staude bildet reichlich Früchte. Hier wird wieder einmal sehr deutlich, dass Blätter für die Fruchtbildung nicht notwendig sind. Die Staude wird ihre gesamte Energie in die Früchte stecken und danach absterben. An ihrer schrägen Haltung erkennt man, dass sie liegend überwintert wurde.

 

Ob die sehr zahlreichen Früchte ausreifen, wird sich zeigen.

 

25.10.2010: Sie musste leider entsorgt werden, da sich nichts mehr bewegte und kein Lebenszeichen mehr vorhanden war. Schade!